Weitermachen.

In diesem Jahr hatten wir ja schon recht früh sommerliche Temperaturen, zuletzt wechselten sich Sonnenhitze und Gewitter-Tage in unregelmäßigen Abständen ab. Der heutige Tag ist bemerkenswert kalt für Anfang Juli, dazu regnet es in Strömen. All die Kinder, Eltern und Lehrer, für die gerade die Sommerferien begonnen haben, tun mir ein wenig Leid. Da aber der Wetterbericht für die kommenden Tage wieder steigende Temperaturen gemeldet hat, nehme ich die Situation an, wie sie da ist und sage: Perfektes Wetter für einen gemütlichen Feierabend zuhause.

Gemütlich zuhause, gemütlich schreiben. Das trifft sich so gut! Wie lange ich mir schon vorgenommen habe, mal wieder aktiver meinen Blog zu betreiben? Zu lange. Wenn man von dem Take-That-Song letzte Woche mal absieht, dann sind es tatsächlich schon wieder fast zwei Jahre. Ja, zu behaupten, ich sei ein nachlässiger Blogger, wäre geschmeichelt. Dabei mangelte es weder an Themen, noch an Gelegenheiten. Im Gegenteil: Wie oft ich in den vergangenen Monaten bemerkte, dass dieses oder jenes Vorkommnis ein guter Aufhänger für einen Beitrag sei, kann ich gar nicht zählen. Und ich schwöre, in meinem Kopf habe ich sie alle geschrieben. Und vielleicht ist gerade das Grund, der Fehler wenn man so will: statt schriftlich festzuhalten und zu planen, die Gedanken augenblicklich schweifen zu lassen. Mit Sprache spielen, Texte kreieren, das ist für mich unglaublich beglückend. Und es gibt, zumindest im Entstehungsprozess, fast keinen Unterschied dabei, ob Worte aufgeschrieben oder rein gedanklich erzeugt werden. Die Befriedigung ist da. Nur im Nachhinein wäre es schöner, man hätte doch auch geschrieben.

Richtige Blogger, die ernsthaften, planen. Sie planen, worüber sie schreiben. Wann es veröffentlicht wird. Und ich bewundere das. Mehr noch: ich wäre gerne auch so. So strukturiert, diszipliniert, routiniert. Mit einem festen übergeordneten Blog-Thema, von langer Hand geplanten Postings und Aktionen, regelmäßigen Beiträgen. Zu behaupten dies hier sei ein Schreib-Blog, das glaube ja sogar ich selbst nicht mehr! Meine Beiträge, wenn sie denn kommen, sind durchweg spontane Ergüsse (so auch dieser hier! Überlänge und Gedankenwirrungen nicht ausgeschlossen.) Spontan sind auch die Veröffentlichungen, das reicht von wochenlang täglichen Beiträgen bis hin zu mehrere Monate andauernden Pausen zwischen den Artikeln.

Genau dasselbe gilt für Youtube.

Meinen Kanal hatte ich vor ca. drei Jahren erstellt und damals zwei Videos hochgeladen. Dann folgte lange Zeit nichts, letztes Jahr benannte ich den Kanal in Female German Voice Reading um und schaffte es immerhin, 9 weitere Videos zu produzieren. Wobei es sich bei den „Videos“ eigentlich um Audio-Beiträge handelt. Habe ich schon mal erwähnt, dass ich einen Spleen mit Vorlesen habe? Mit primitivster Do-it-Yourself-Technik und viel Spaß an der Sache sprach ich in durchgemachten Nächten Wikipedia-Einträge und Märchen ein. Bis mein Computer abstürzte, Daten und Programme verloren gingen und ich die Lust am Weitermachen erstmal verlor.

Das ist so lange her. Aber beide Projekte – wenn ich meine vernachlässigten, zu meinem persönlichen Vergnügen betriebenen Hobbys in aller Bescheidenheit so nennen darf – bestehen noch.

 

 

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s