Dieser Post ist mir jetzt peinlich…

😎 „Ich habe jetzt meine eigene Domain“, hatte sie gesagt.
😎 „Sogar meine Follower habe ich mitgenommen“, hatte sie gesagt.

‚Sie‘ – das bin ich. 😳
Und wisst ihr was? Das mit dem Followermitnehmen hat nicht geklappt. 😐
Seit Tagen kein einziger Aufruf meiner Webseite. 😭
Trotz neuer Posts!!!  😵

Deshalb möchte ich euch noch mal auf meinen neuen Blog
scullymacyesabi.com
aufmerksam machen.
Ich freue mich über jeden Besuch, ganz besonders über meine alten Follower!
😻 😻 😻

Und ich schaue mir derweil an, wie das mit einer Weiterleitung funktioniert… 😖


edit: Die eigene Domain habe ich aufgegeben.
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Mal was Anderes

Alles neu macht der – Oktober. Eigentlich nicht neu, aber irgendwie anders ist jetzt mein Blog. Ich habe mich dazu entschieden, ihn nicht mehr bei/über/von WordPress zu hosten, sondern das selbst zu bewerkstelligen. Man kan richtig lesen, dass ich noch keinen richtigen Plan davon habe, stimmt’s? Aber nachdem ich mein Handy gestern schon nicht widerherstellen konnte, wollte ich unbedingt irgendetwas anderes ‚technisches‘ machen. Immerhin habe ich es geschafft, alle Beiträge, Kommentar und sogar meine Follower mitzunehmen 😘

Ab sofort erscheinen neue Beiträge unter meiner eigenen Domain 😻 scullymacyesabi.com

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Die achte Geißel

Gibt es für den modernen Menschen eine schlimmere Plage, als ohne Handy Smartphone zu dance-161444.pngsein? Keine Ahnung. Die Heimsuchung in ‚Die siebte Geißel‘ von Ann Benson ist sehr viel schlimmer – allerdings spielt die Geschichte im 14. Jahrhundertund um die 2000er-Wende, also zu Zeiten, die man mit unseren nicht vergleichen kann. Smartphone (-Verlust) ist eine neue Geißel! Die achte.

 

Scherz beiseite. Ich kann mein Smartphone nicht mehr hochfahren. Backup-Wiederherstellung funktioniert nicht, ich soll auf Werkseinstellungen zurücksetzen. Was?! Ich habe doch erst gestern noch so unwiderbringlich schöne Fotos gemacht! 😩 Wenn ich Glück habe, sind die auf der SD-Karte gelandet. Wieso muss ich eigentlich Ahnung von Technik haben?

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Es ist schlimm. Allerdings… allerdings bin ich erstaunt, wie wenig mich das emotional berührt. Ich bin eher genervt. Oder ärgere mich darüber, dass ich so schöne und wichtige Dinge wie Fotos und Erinnerungen, ‚Gespräche‘ mit Freunden und Ideen in so einem dummen, kleinen, überaus fragilen Kästchen verwahre!

Smartphones sind schon cool. Jeder von uns kann seine eigene kleine Kristallkugel mit sich herumtragen, jederzeit alles nachschauen, überall dabei sein, alles dabei haben. Außer es fährt nicht mehr hoch. Datenverlust. Realitätsverlust?

Manchmal fantasiere ich vor mich hin, wie es wäre, mein Smartphone wegzuwerfen. Stattdessen würde ich mir dann so ein altes, unverwüstliches Nokia 3310 kaufen, und wer was von mir will, soll mir gefälligst ’ne SMS schreiben oder mich anrufen. Oder ich würde  einfach niemandem meine Nummer geben und das Handy nur nutzen, falls ich selbst mal ’nen Notfall habe sollte (so wie das die ‚alten Leute‘ früher… also so vor zehn Jahren, gemacht haben). Wenn ich unterwegs wäre und mir etwas ein- oder auffällt, was ich nachgucken müsste oder wollte, würde ich es mir aufschreiben und erst dann nachschauen, wenn ich zuhause bin und Zeit dafür habe. Internet zuhause reicht doch auch. Ich würde erkennen, wer meine wahren Freunde sind, den entweder würden mich die Leute vermissen, weil der Kontakt nicht mehr minütlich stattfindet, oder sie würden mich vergessen, weil ich aus Augen und Sinn entschwunden bin.

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Mit diesem Cover steht das Buch in meinem Regal. Sehr spannende Geschichte!

Ach. Vielleicht kann ich mein Handy… herrgott ja, Smartphone! doch noch retten. Wie ist das eigentlich in dem Buch nochmal ausgegangen? Haben sie die Pest heilen können? Weiß nicht mehr.

 


Quelle alle Bilder: pixabay.com (Buch privat)

Herzlich

Wenn ich nicht ungestört lesen kann, weiche ich gerne mal auf’s Häkeln aus.
Zwar bin ich keine Meisterin, aber es gibt viele schöne Kleinigkeiten, die so einfach sind, dass man sie machen kann, sobald man die Grundmaschen beherrscht.
Anders als beim Lesen kann ich mich beim Häkeln mit meinem Liebsten unterhalten oder einen Film schauen. Letzte Woche habe ich ein paar niedliche kleine Herzen gehäkelt, die sich auch gut als Lesezeichen machen würden.img_20160922_233956.jpg

❤ Also man kann doch erkennen, dass es Herzen sind, oder? 😉

Die Macht der Musik oder Ich werde alt

Wenn man ein Lied, das man damals nur mäßig mochte, feiert (so sagt man das doch heute, oder?) – ganz einfach, weil es einen an FRÜHER erinnert:

Damals, als Handys nur simsen konnten und eine SMS 15 Pfennig gekostet hat, als man den ganzen Nachmittag vor dem Fernseher gesessen hat, wenn die Lieblingsband bei Viva Interaktiv zu Gast war und man hoffte, noch eine leere VHS-Kassette zu finden, auf die man die Deutschlandpremiere des neuesten Musikvideos aufnehmen konnte.

Hexenstein

Heute spontan eine schöne Wanderung gemacht. Durch das spätsommerliche, wunderschöne Sauerland durch den Wald, über Berghöhen, mit der schönsten Aussicht, die man sich nur vorstellen kann. Wir haben einen ‚mystischen‘ Ort hier in der Gegend besucht, an dem ich in all den Jahren noch nicht selbst war. Heute aber schon – und vor lauter Aufregung und Entzückung habe ich gar nicht daran gedacht, Fotos zu machen oder die Route per runtastic zu tracken. Aber das ist kaum ärgerlich. Eigentlich ist es schön, solche Eindrücke „wie früher“ einfach nur mit allen Sinnen aufzusaugen, statt durch das Display eines Smartphones.

*

Mein Bruder stellte das Auto am Waldrand ab. Weiter links stand auf einer Wiese ein Windrad. Wir folgten einem kurzen Stück asphaltierten Feldweg und bogen dann rechts in den Wald. Fichten und Buchen, hier und da eine Eiche, wunderbarer Waldbodenduft. Wir folgten dem Weg, kamen aus dem Wald heraus, liefen an einer kleinen Fichtenschonung vorbei. Links dahinter sahen wir immer noch die Flügel des Windrads, die uns daran erinnerten, wo das Auto stand. Wir gingen weiter, schauten weit über das Land. Das Land der tausend Berge, alle bewaldet, dazwischen hellgrüne Täler. Der steinige Weg ging leicht bergab, von hier aus konnte man das Windrad nicht mehr sehen, und führte uns an eine Kreuzung. Erneut genossen wir die Aussicht. Grün, natürliches Grün, hat ja eine beruhigende Wirkung – und wir sahen hier alle Schattierungen dieser wundervollen Farbe. Wir hielten uns links. Wieder in den Wald. Mannshohe Disteln, ein großer, leopardengetupfter Schmetterling. Dann dunklerer Wald und weiches Moos, in dem Spinnen in mit Spinnfäden ausgekleideten Höhlen auf ihre Opfer warteten. Die Dinger sind winzig und da wir keine Angst (na ja, nicht wirklich) vor ihnen haben, versuchten wir, in die Löcher hineinzuluken, um die Spinnen darin zu sehen. Zwei, dreimal haben wir dünne, braune Beine entdeckt, die sich aber schnell zurückzogen, sobald sie bemerkten, dass da etwas großes (wir^^) vor ihrem Hauseingang stand. Wir gingen weiter, immer bergan. Hier dunkler Fichtenwald, auf der anderen Seite des Weges Laubwald, durch den die Sonne schien. Auf dem Weg, zwischen all den grauen Steinen, erregte etwas helles, mit Grünspan überzogenes, unsere Aufmerksamkeit. Ich hielt es für einen Knochen und hob es auf. Tatsächlich, ein flacher Knochen, der an Eisbein erinnerte. Als wir weitergingen, kamen wir an einem alten, morschen Baum vorbei, an dem mehrere große Schwämme wuchsen und der von Spechthöhlen übersät war. Wir traten wieder aus dem Wald heraus und fanden uns auf einer lichten Anhöhe. Links und rechts wucherten kleine Fichten und Brombeergestrüpp, am Wegesrand auch Heidekraut. Bis Januar 2007 musste hier noch dichter Wald gewesen sein, doch dann wütete der Orkan Kyrill über Europa. Hier im Sauerland sind ihm sehr viele Waldflächen zum Opfer gefallen.* Aber auch diese ’neue‘ Landschaft war sehr schön, wir sahen eine Pflanze, auf deren Blüten sich viele Schmetterlinge und Bienen niedergelassen hatten, um Nektar zu sammeln und sich zu sonnen. Nach einer langgezogenen Kurve kamen wir wieder zu einer Kreuzung. Wir waren nun seit gut einer Stunde unterwegs und laut dem Wegweiser waren wir am Ziel angelangt, am Hexenstein. Aber wo war er? Rund um den Wegeweiser nur hohes Gras und Brombeeren. Es war frustrierend. Es konnte doch nicht sein, dass das Ziel unserer Wanderung überwuchert worden war!

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So sah es vor ein paar Jahren am Hexenstein aus.
(Bild: www.serkenrode.de)

Im hohen Gras konnte man einen kleinen Pfad erahnen, dem ich wenige Meter folgte. Ich fand nur eine plattgedrückte Stelle im Gras, vermutlich der Ruheplatz eines Rehs. Die Wanderung war trotz allem schön, ich nahm mir vor, nicht enttäuscht zu sein. Mein Bruder schlug vor, noch ein wenig weiterzugehen. Er war schon zweimal hier gewesen und war sich sicher, dass der Stein nicht neben einer Kreuzung lag. Wir folgtem dem Weg also weiter. Doch wir kamen nicht einmal fünf Meter – da sahen wir, genau neben dem Weg, den Hexenstein. Oder Predigtstein, wie es das Schild neben ihm sagt. Rund um ihn herum hohes Gras, Brombeerbüsche und neu gepflanzte Buchen. Ich hatte schon oft von diesem Stein gehört, der in alter Vorzeit als Podest für Waldprediger gedient haben soll, bevor ihn angeblich ein Bauer auf seinen Hof gebracht hatte – wo der Stein die Fußabdrücke eines Kindes, einer Kuh, eines Kalbs und eines Hahns erhalten habe – und danach wieder zu seinem angestammten Platz gebracht worden sein soll. Legenden faszinieren mich, deshalb wollte ich ihn endlich mit eigenen Augen sehen. Ich wurde nicht enttäuscht, dieser flache Stein mit seinen seltsamen Einkerbungen an diesem abgelegenen Ort hat etwas an sich. Und es fühlte sich an, als hätte er uns prüfen wollen, ob wir, nachdem wir zuerst geglaubt hatten, ihn nicht gefunden zu haben, dennoch noch guten Mutes waren. Wir verweilten kurz und gingen dann die wenigen Meter zur Kreuzung zurück. Dort nahmen wir den mittleren Weg, der uns über einen sonnigen Feldweg und dann wieder in den Wald führte. Nach nur zehn Minuten waren wir wieder am Auto. Uns wurde klar, dass wir einen völlig überflüssigen Umweg gemacht hatten, weil wir von Anfang an in die falsche Richtung gegangen waren. Wir bereuen es nicht.


*) Deshalb auch meine Antwort auf Corlys Themenwoche 21.5.: Unwetter: Welches reale Unwetter ist in Erinnerung geblieben? – Kyrill.