Die achte Geißel

Gibt es für den modernen Menschen eine schlimmere Plage, als ohne Handy Smartphone zu dance-161444.pngsein? Keine Ahnung. Die Heimsuchung in ‚Die siebte Geißel‘ von Ann Benson ist sehr viel schlimmer – allerdings spielt die Geschichte im 14. Jahrhundertund um die 2000er-Wende, also zu Zeiten, die man mit unseren nicht vergleichen kann. Smartphone (-Verlust) ist eine neue Geißel! Die achte.

 

Scherz beiseite. Ich kann mein Smartphone nicht mehr hochfahren. Backup-Wiederherstellung funktioniert nicht, ich soll auf Werkseinstellungen zurücksetzen. Was?! Ich habe doch erst gestern noch so unwiderbringlich schöne Fotos gemacht! 😩 Wenn ich Glück habe, sind die auf der SD-Karte gelandet. Wieso muss ich eigentlich Ahnung von Technik haben?

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Es ist schlimm. Allerdings… allerdings bin ich erstaunt, wie wenig mich das emotional berührt. Ich bin eher genervt. Oder ärgere mich darüber, dass ich so schöne und wichtige Dinge wie Fotos und Erinnerungen, ‚Gespräche‘ mit Freunden und Ideen in so einem dummen, kleinen, überaus fragilen Kästchen verwahre!

Smartphones sind schon cool. Jeder von uns kann seine eigene kleine Kristallkugel mit sich herumtragen, jederzeit alles nachschauen, überall dabei sein, alles dabei haben. Außer es fährt nicht mehr hoch. Datenverlust. Realitätsverlust?

Manchmal fantasiere ich vor mich hin, wie es wäre, mein Smartphone wegzuwerfen. Stattdessen würde ich mir dann so ein altes, unverwüstliches Nokia 3310 kaufen, und wer was von mir will, soll mir gefälligst ’ne SMS schreiben oder mich anrufen. Oder ich würde  einfach niemandem meine Nummer geben und das Handy nur nutzen, falls ich selbst mal ’nen Notfall habe sollte (so wie das die ‚alten Leute‘ früher… also so vor zehn Jahren, gemacht haben). Wenn ich unterwegs wäre und mir etwas ein- oder auffällt, was ich nachgucken müsste oder wollte, würde ich es mir aufschreiben und erst dann nachschauen, wenn ich zuhause bin und Zeit dafür habe. Internet zuhause reicht doch auch. Ich würde erkennen, wer meine wahren Freunde sind, den entweder würden mich die Leute vermissen, weil der Kontakt nicht mehr minütlich stattfindet, oder sie würden mich vergessen, weil ich aus Augen und Sinn entschwunden bin.

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Mit diesem Cover steht das Buch in meinem Regal. Sehr spannende Geschichte!

Ach. Vielleicht kann ich mein Handy… herrgott ja, Smartphone! doch noch retten. Wie ist das eigentlich in dem Buch nochmal ausgegangen? Haben sie die Pest heilen können? Weiß nicht mehr.

 


Quelle alle Bilder: pixabay.com (Buch privat)
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Wasserjungfer in Nöten

Gestern waren wir am See. Da ich für diesen Urlaub nicht mit Badeaktivitäten gerechnet hatte (und mir Seen als Schwimmgewässer suspekt sind), hatte ich keine entsprechende Kleidung dabei und habe den Tag größtenteils auf der Liegewiese verbracht. Mit T-Shirt und Schlabber-Capri. Ja ich weiß, wie kann man nur! Kurzzeitig hatte ich auch die Befürchtung, dass ich von der Fashion-Police verhaftet werden könnte; aber dann fiel mir ein, dass wir ja nicht in Frankreich sind. Es ist eine Schande, dass dort Frauen gezwungen werden, den Strand zu verlassen, weil sie knöchelbedeckende Sommerhosen, langärmelige Tuniken und eine Kopfbedeckung tragen! Ich bin so froh, dass  hierzulande jeder selbst entscheiden kann, wie viel oder wenig Haut er zeigen mag.

Statt zu schwimmen blätterte ich durch meine mitgebrachte Lektüre oder beobachtete Wasserratten und tierische Anwohner. Enten, Schwäne und Gänse zogen in einiger Entfernung zu den Badegästen ihre Runden – zu Land, zu Wasser, in der Luft. Und Libellen! Kleine und riesengroße, allein oder im Paarungsflug.
Irgendwann wagte ich mich dann doch ins kühle Nass. Da mein T-Shirt lang genug war, um als kurzes Kleid durchzugehen, entledigte ich mich kurzerhand der Caprihose und watete ins hüfthohe Wasser.

Wie war das herrlich! Das glasklare Wasser, der weiche Sand unter meinen Füßen, die sanfte Wellen, die meine Beine umschmeichelten, das Glitzern der Sonne auf der Wasseroberfläche! Manchmal liegt das Glück nicht irgendwo herum, sondern steht – z.B. im Nichtschwimmerbereich eines Seefreibads im Spätsommer.

Beim zweiten Mal wurde ich von meinem schwimmenden Miturlauber auf etwas aufmerksam gemacht, das im abgetrennten Bereich zwischen ‚Nichtschwimmer‘ und dem Ufer auf dem Wasser trieb. Für mich sah es aus wie ein Stück eines blauen Trinkhalms. Mein Freund hatte aber gleich erkannt, worum es sich tatsächlich handelte: Eine kleine Libelle! Da wir nicht wussten, ob Libellen schwimmen können (oder sollten), beugte ich mich hinunter, tauchte meine Hand in das Wasser unter das Insekt, das sich sogleich an meinem Finger festhielt, als ich meine Hand wieder heraus hob. Wir inspizierten das Tier: Beine und Flügel waren alle noch dran! Allerdings schien einer der Flügel auf dem Wasser aufgelegen zu haben; hatte sie deshalb nicht abheben können? Aus einer Eingebung heraus hatte ich dieses Mal mein Handy mit auf meinen Wasserspaziergang genommen. Und so hatte ich Gelegenheit, die kleine blaue Libelle auf meinem Finger zu fotografieren. Ich gebe zu, die Qualität des Fotos lässt zu wünschen übrig – aber das Objekt ist einmalig! Wir beschlossen, das Tier in einen Busch zu setzten – doch es hatte andere Pläne: Noch bevor ich einen Schritt Richtung Ufer machte, flog es davon.

Libellen sind wunderschöne, faszinierende Wesen. Ihre Gestalt ist schnittig, ihre Färbung facettenreich und elegant. Sie haben etwas Mystisches, und es ist leicht nachzuvollziehen, weshalb sie im Englischen dragonfly (‚Drachenfliege‘) genannt werden. Später, als ich wieder an Land in der Sonne lag, sah ich ein Exemplar vorbeifliegen, das um ein Vielfaches größer war, als unser kleiner Kamerad – und obwohl ich weiß, dass Libellen ungefährlich sind, wunderte es mich bei dem Anblick nicht, dass viele Menschen mehr als nur Respekt vor ihnen haben.

Wikipedia schreibt dazu:

Entgegen einem weit verbreiteten Irrglauben sind Libellen ungiftig und können auch nicht stechen, sie sind also für den Menschen völlig harmlos. Alte Namen wie etwa „Teufelsnadel“, „Augenbohrer“ oder „Pferdetod“ kamen durch diese falsche Vorstellung zustande und brachten den Libellen einen schlechten Ruf ein. Wenn eine gefangene, festgehaltene Libelle einem Menschen in den Finger beißt, ist das zwar spürbar, aber in der Regel nicht schmerzhaft. Von sich aus greifen Libellen Menschen niemals an, sondern sind meist scheu und flüchten. Einige große Arten wie die Blaugrüne Mosaikjungfer nähern sich allerdings manchmal neugierig, um den „Revier-Eindringling“ Mensch zu beobachten. Dabei verharren sie per Rüttelflug stehend in der Luft. Manche missdeuten dies als einen Angriff.


Was ich immer noch nicht weiß ist, ob Libellen dann und wann absichtlich baden gehen. War die Rettungsaktion tatsächlich von Nöten gewesen? Meine Recherchen haben diesbezüglich nichts ergeben. Dafür habe ich gelernt, wie man die Insekten früher nannte: Wasserjungfern. Klingt hübsch, oder? Viele Arten tragen diese Bezeichnung noch als offiziellen Namensbestandteil. Meinen stümperhaften, wikipediagestützten Bestimmungsversuchen nach könnte die kleine schwarz-blaue Libelle eine Art der Azurjungfern oder eine Becherjungfer gewesen sein.

Natur (Corlys Themenwoche)

Da ich zur Zeit urlaube, hat sich in meinem Reader mal wieder eine längere Liste interessanter Artikel angesammelt. So wie die vor 3 Tagen gestellte Frage zu Corlys Themenwoche Natur:

In was für Filmen/Serien/cher findet ihr die Natur besonders gut?

Mein erster Gedanke bei Serien: OUTLANDER. Die schottischen Highlands, so rau und grün, die Wälder, die Lochs und das Meer…

Äquivalent dazu Feuer und Stein und fortfolgende Bücher. Von Schottland in die exotische Karibik, weiter nach Nordamerika. Die Natur wird beim Lesen so lebendig, dass man seine Sachen packen und Jamie  & Claire nachreisen möchte – aber ohne die Widrigkeiten, moderne Annehmlichkeiten optional. 😉

Und da wir gerade von Nordamerika sprechen, kann ich ja noch erzählen, in welchen Büchern mir die Natur ebenfalls besonders gut gefallen hat: Winnetou I – III. Soweit ich mich erinnere, kommen in den Filmen die grüne Vegetation und vor allem die Nadelbaumwälder  sehr zu kurz – dabei habe ich gerade die so sehr geliebt. ❤

Buchdeckel der klassischen Ausgaben (ab 1893) von Winnetou I bis III

Mir fällt auf, dass mir nicht viele Bücher mit toller Natur einfallen. Spielen die anderen, die ich kenne, eher in Städten oder Gebäuden, oder die Natur darin   einfach keine große Rolle? Vielleicht mal ein Anlass, endlich die Bücher von Barbara Wood zu lesen. Mit Filmen brauche ich ja gar nicht erst anzufangen, außer Herr der Ringe fällt mir da gar nichts ein. Darin allerdings sind die Aufnahmen atemberaubend. (Naturdokus zählen nicht, nehme ich an…)

Jamie, Claire und der verschollene Kommentar

Vor einigen Jahren – lass es 2010 oder 2011 gewesen sein, möglicherweise auch zwei Jahre später – las ich in einem Bücherblog eine Kritik über Feuer und Stein. Die Bloggering schrieb, dass das Buch etwas zu langatmig sei und ihr nicht so gut gefallen habe – jedenfalls nicht so sehr wie gehofft. So ganz genau kann ich mich nicht mehr an ihre Rezi erinnern, wohl aber, dass ich danach nicht anders konnte, als einen langen und flammenden Kommentar darüber zu schreiben, warum Feuer und Stein das beste Buch aller Zeiten ist.

Nun, damals war das Buch – oder besser gesagt, die Buchreihe, denn als ich den Kommentar schrieb, war Diana Gabaldon gerade dabei, Buch Acht der Highland-Saga zu schreiben – noch so etwas wie ein Geheimtipp. Zwar waren bereits Millionen von Leserinnen und Leser weltweit der wunderbaren Geschichte um Jamie und Claire verfallen, ich persönlich kannte jedoch kaum jemanden in meinem näheren Umfeld, der das Buch ebenfalls gelesen hatte. Der Grund könnte, ähnlich wie bei der Bloggerin, sein dass viele jüngere Leser (unter 25) mit der detailliert recherchierten Historie Schottlands, den extrem bildhaften Gewaltszenen, dem vielen Sex und der Tatsache, dass dieses Buch zwar ein nicht zu leugnendes Fantasy-Element, aber keinerlei Elfen, Orks oder Zwerge bietet, etwas überfordert sind. Vielleicht auch deshalb, weil der Verlag, der das Buch in Deutschland zuerst veröffentlichte, Jamie Fraser etwas peinlich als den „Harry Potter der erwachsenen Frauen“ anpries, und das einzig, weil das Buch in den USA ebensoviele fanatische Fans hatte, wie hierzulande der Zauberschüler aus Hogwarts. Ja, so war das eben Ende der Neunzigerjahre. An Twighlight oder Shades of Grey war da noch nicht zu denken. Ich selbst war 17 Jahre alt, als ich Feuer und Stein zu lesen angefangen hatte und musste nach einem Fünftel des Buchs eine fast zweijährige Pause einlegen, bevor ich es – wohl irgendwie reifer geworden in der Zeit – in einem Zug zu Ende las. Seitdem bin ich Jamie und Claire verfallen, bin Diana Gabaldon und ihrer deutschen Übersetzerin Barbara Schnell zweimal begegnen dürfen, habe alle Bücher gelesen und kann mir nicht vorstellen, dass mich jemals wieder eine andere Autorin mit einer Geschichte so flashen wird.*

Feuer und Stein ist Outlander – Ein Buch geht in Serie

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Mittlwerweile schreiben wir das Jahr 2016. Jamie und Claire haben eine Menge neuer Fans dazugewonnen, auch in Deutschland. Denn Buch Eins wurde unter dem Titel des englischen Originals OUTLANDER als Serie verfilmt. Was habe ich mich damals gefreut, als dieses Vorhaben erstmals bekannt wurde! Das war zu der Zeit, als ich den oben erwähnten Kommentar verfasste. Gleichzeitig war ich besorgt, dass die Serie schlecht und der Story nicht gerecht werden würde. Wie sich herausgestellt hat, war diese Angst unberechtigt. Bereits vor vielen Jahren hatte Diana Gabaldon gesagt, dass sie zwar bereits viele Angebote zur Verfilmung erhalten habe, aber das für sie ganz und gar nicht in Frage käme. Wenn überhaupt, gebe sie nur zu einer mehrteiligen Serie die Zustimmung und auch nur dann, wenn sie selbst dabei beratend tätig sein dürfe. Im Herbst 2014 liefen die ersten acht Folgen der ersten Staffel in den USA über den Äther und ein halbes Jahr später folgte die Erstausstrahlung in Deutschland, gefolgt von den nächsten acht Folgen ein paar Monate später. Jetzt im Augenblick, dem Sommerloch sei Dank, wird die erste Staffel auf Vox wiederholt und dieses Mal – korrigiert mich, wenn ich falsch liege – ungeschnitten. Zu kaufen gibt es die Serie natürlich auch längst und wurde für den Golden Globe nominiert. Voraussichtlich im September wird dann die zweite Staffel im Free-TV bei uns laufen. Zweite Staffel bedeutet übrigens auch zweites Buch, das auf Deutsch unter dem Titel „Die geliehene Zeit“ erschienen ist. Ronald D. Moore, der Produzent der Serie, hat es sich zum Ziel gemacht, alle Bücher der Serie zu verfilmen. Diana Gabaldon schreibt übrigens gerade an Buch Neun.

Und was ist jetzt so toll daran?

56708-outlander--starz--sam-heughan-menzisDie Serie ist verdammt nah dran an der Buchvorlage. Es gibt ein paar Änderungen hier und da aus drehtechnischen Gründen. Aber nichts, was von Bedeutung ist, wird weggelassen, wie es bei mancher Verfilmung der Fall ist (ich erinnere mich mit Schrecken an den TV-Zweiteiler von Die Nebel von Avalon). Dem Produzenten (übrigens der Ronald D. Moore, dem wir Battlestar Galactica, Mission Impossible: II und einige Star Trek-Serien zu verdanken haben), ist es sehr wichtig, diese im 18. Jahrhundert spielende Geschichte authentisch darzustellen. Das ganze Setting, die Sprache der Schauspieler, die Effekte sind absolut glaubhaft. Mit größtmöglicher Liebe zum Detail werden die Kostüme von seiner Ehefrau Terry Dresbach, die bereits für viele erfolgreiche Hollywoodproduktionen als Kostümdesignerin tätig war, entworfen. Erst kürzlich erschien ein Artikel in der englischsprachigen Ausgabe der ELLE,  der erklärt, warum die Kostüme in Outlander so anders und gerade die erotischen Szenen dadurch um ein Vielfaches verführerischer sind, als bei Kleidung und Kostümen, die wir aus den üblichen zeitgenössischen und, nun ja – das ist meine persönliche Wortwahl – pseudo-historischen Filmen kennen. Die Authentizität ist überall spür- und sichtbar: An dem Dreck unter den Fingernägeln der Charaktere, an ihrer Art zu reden – die Schotten sprechen mitunter Gälisch, was nicht untertitelt wird – an dem Hass zwischen Engländern und Schotten, an der Brutalität der Kamfpszenen.

Wovon Outlander handelt

Das will ich nicht verraten, das tun tausende anderer Blogs und Website im Augenblick zur Genüge. So langsam kommen Jamie und Claire im Mainstream an, immer mehr wird über die Serie, aber auch über die Bücher berichtet. Fast schon bin ich eifersüchtig, dass ich meine Liebe nun mit so vielen anderen teilen muss, die nicht von selbst darauf gekommen sind, sondern erst jetzt auf Feuer und Stein Outlander aufmerksam werden. Das ist kindisch, weiß ich selbst. Die Serie ist, genau wie das Buch es lange Zeit war (und vielleicht immer noch ist?), trotz des wachsenden Interesses noch immer so etwas wie ein Geheimtipp. Kein Hype wie bei Downton Abbey oder Game of Thrones. Allerdings ist George R.R. Martin, der Schöpfer von Das Lied von Eis und Feuer, also dem Buch, auf dem Game of Thrones basiert, ein großer Outlander-Fan. Erst kürzlich bedauerte er auf seinem Blog (bitte hier einmal durch die Kommentare scrollen), dass die Serie verdiente Emmy-Nominierungen nicht erhalten habe. Ich sage nur so viel: Wer auf History – und hier meine ich wirklich Geschichte, insbesondere die des 18. Jahrhunderts -, auf Action, tolle Landschaftsaufnahmen, Schottland und ein wenig Romantik steht (und zwar in einem Maß, in dem auch Männer sie ertragen können), sollte auf jeden Fall einen Blick ins Buch oder in die Serie wagen. Die Serie läuft derzeit (seit dem 13.07.) zur Primetime auf Vox (immer zwei Folgen!) und, soweit ich weiß, auch jederzeit abrufbar auf Amazon Prime. Outlander ist übrigens die einzige Fernsehserie, bei der mich bereits der Titelsong zutiefst berührt.

 

Ach ja, den Kommentar von damals hätte ich gerne hier gepostet. Allerdings kann ich mich nicht mehr erinnern, wie der Blog heißt und selbst eine tagelange Recherche nach Bruchstücken von dem, an was ich mich aus meinem Kommentar noch erinnere, hat nichts ergeben. Wahrscheinlich gibt es mittlerweile einfach viel zu viele Rezitationen zu Feuer und Stein, oder der Buchblog existiert gar nicht mehr. Vielleicht stolpert ja jemand mal versehentlich darüber, ich würde mich dann über einen Hinweis freuen. Denn besser, als ich es damals in Worte gefasst habe, warum Feuer und Stein, die Geschichte von Jamie und Claire, die beste aller Zeiten ist, kann ich es vermutlich nie wieder tun.


*) Rebecca Gablé ist mit ihrer Waringham-Saga ziemlich nah dran

 

Immerhin, ich schreibe.

Guck einer an: Der dritte Tag in Folge, an dem ich schreibe. Und zwar meinen Kram, meine Gedanken, keine leistungs- oder erfolgsorientierten Phrasen. Ich schreibe für niemanden außer für mich, weshalb den letzten Teil des zweiten Satzes auch niemand außer mir nachvollziehen kann. Juchu, ich schreibe! Ich freue mich wirklich, denn das ist es, was ich brauche: Schreibroutine, jeden Tag ein paar Wörter. Schreibfluss für noch ein paar Wörter mehr. Keinen Druck, ob alles richtig ist oder man das wirklich so sagen kann.

Und kaum denke ich über den Sinn dessen nach, geht nichts mehr.

B L O C K A D E . :groggy:

Ein Anfang.

Ich habe das Handy stumm- und die Internetverbindung zum PC ausgeschaltet. Mein Timerle auf 48 Minuten gestellt und geschrieben. Einfach so. Die alte Idee noch mal runtergeschrieben. Zwar noch nicht alles, aber doch eine Menge. Mir ist mittlerweile so vieles klarer, viel deutlicher und logischer, als das, was auf den alten Blättern steht. Das Timerle klingelt. Zeit um. Schön. 806 Wörter.